Die Wirtschaftsförderung des Kreises Düren hat gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Merzenich, Georg Gelhausen, das Unternehmen J. & W. Stollenwerk oHG am Standort in Merzenich-Girbelsrath besucht. Beim intensiven Austausch mit den beiden Geschäftsführern Karl Hubert Stollenwerk und Willi Stollenwerk sowie dem Assistenten der Geschäftsführung Moritz Mertens standen die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen des Traditionsunternehmens im Mittelpunkt.
Zu Beginn des Austauschs stellte die Geschäftsführung die Entwicklung des Unternehmens sowie das breite Produktangebot vor, das von Sauerkraut und Rotkohl über Spreewaldgurken und Gemüsekonserven bis hin zu verarbeiteten Obsterzeugnissen reicht. „Nahezu 100 Produkte umfasst das reichhaltige Sortiment an Gemüse-, Obst- und Sauerkonserven, das unser Familienunternehmen aus eigener Landwirtschaft und kontrolliertem Vertragsanbau mit landwirtschaftlichen Familienbetrieben gewinnt“, erklärt Karl Hubert Stollenwerk.
Zudem wurden die weiteren Unternehmensstandorte erläutert, in denen durch modernisierte Prozesse und stetige Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Unternehmens sichergestellt wird. „Die Ernte von den Feldern wird an unserem Standort mit ihren hochmodernen Produktionslinien gründlich gewaschen, sorgfältig sortiert, blanchiert und frisch abgefüllt. Der gesamte Verarbeitungsprozess ist weitestgehend automatisiert und wird qualitätsschonend durchgeführt“, so Karl Hubert Stollenwerk.
Neben den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen waren Fördermöglichkeiten für Investitionen ins Unternehmen ein weiteres Thema. In diesem Zusammenhang informierte die Wirtschaftsförderung über bestehende Programme und mögliche Unterstützungsangebote, die auch für Unternehmen fernab der KMU-Definition relevant sein könnten.
Im Rahmen des Gesprächs stellte die Geschäftsführung zudem aktuelle Investitionsprojekte vor. Dazu gehört unter anderem eine neue Wasseraufbereitungsanlage, die sich derzeit im Bau befindet und künftig zur weiteren Optimierung der betrieblichen Prozesse beitragen soll. Dadurch werden perspektivisch auch die Kosten für Abwasser deutlich gesenkt und die Unabhängigkeit des Unternehmens gesteigert. Auch die langfristigen Expansionspläne des Unternehmens wurden angesprochen. „Perspektivisch planen wir eine Erweiterung der Unternehmensflächen um rund 13 ha in Richtung der Bundesstraße B264“, erläutert Willi Stollenwerk. „Ein entsprechendes Flächennutzungsplanverfahren wurde bereits gemeinsam mit der Gemeinde Merzenich angestoßen.“
Zum Abschluss des Besuchs stand eine ausführliche und interessante Führung durch das Werk an, in der die Wirtschaftsförderung Kreis Düren einen unmittelbaren Einblick in die Produktionsabläufe, moderne Verarbeitungstechniken und die logistischen Strukturen am Standort direkt aus erster Hand durch die Geschäftsführung erhielt. „Der Rundgang hat uns die Leistungsfähigkeit und Zukunftsausrichtung von Stollenwerk eindrucksvoll verdeutlicht“, sagt Susanne Dettlaff, technische Dezernentin beim Kreis Düren.
Der Unternehmensbesuch bot insgesamt eine wertvolle Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen Wirtschaftsförderung und Unternehmensleitung und unterstrich die Bedeutung eines engen Dialogs zwischen Verwaltung und regionaler Wirtschaft.

