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Kreis Düren

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Wirtschaftsförderung zu Besuch am JUPITER

Treffen der Wirtschaftsförderer im Forschungszentrum Jülich

Wirtschaftsförderung zu Besuch am JUPITER

Im Rahmen des regelmäßigen stattfindenden „Treffens der Wirtschaftsförderungen“ wurde das Forschungszentrum Jülich (FZJ) besucht. Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle Entwicklungen rund um Rechenzentren, High Performance Computing sowie innovative Ansätze der daraus resultierenden Energie- und Wärmenutzung. Die Veranstaltung bot vielfältige Einblicke in Zukunftsthemen mit hoher Relevanz für die kommunale Entwicklung im Kreis Düren.

Ein zentraler Programmpunkt war der Impulsvortrag mit der Fragestellung: „Rechenzentren – Chance für die kommunale Entwicklung oder Flächenfresser?“ Dabei wurde deutlich, dass Rechenzentren eine doppelte Rolle einnehmen können.

Einerseits gelten sie als wichtige Infrastruktur für die digitale Transformation und als Standortfaktor für innovative Unternehmen. Mit einem hohen Pull-Faktor können sie die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen eindeutig stärken.

Andererseits wurde kritisch diskutiert, dass Rechenzentren häufig einen hohen Flächenbedarf haben und gleichzeitig vergleichsweise wenige direkte Arbeitsplätze generieren. Zudem erfordert ihr Betrieb große Mengen an Energie, was Fragen der nachhaltigen Integration in bestehende Energie- und Infrastrukturkonzepte aufwirft.

Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit für einen intensiven Austausch zu Strategien, wie Kommunen die Ansiedlung solcher Einrichtungen sinnvoll gestalten und dabei sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Aspekte berücksichtigen können.

Treffen der Wirtschaftsförderer im Forschungszentrum Jülich

High Performance Computing hautnah erleben

Ein besonderes Highlight des Besuchs war der Vortrag mit anschließender Führung zum Thema High Performance Computing (HPC). Das FZJ zählt zu den führenden Standorten in Europa in diesem Bereich.

Die Teilnehmenden erhielten spannende Einblicke in die Leistungsfähigkeit moderner Supercomputer und deren Bedeutung für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Anwendungen reichen von Klimaforschung und Materialwissenschaften bis hin zur medizinischen Forschung und der Entwicklung neuer Technologien.

Mit Systemen wie dem Exascale-Supercomputer JUPITER (Joint Undertaking Pioneer for Innovative and Transformative Exascale Research) wird die Rechenleistung in bislang ungeahnte Dimensionen wachsen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für datenintensive Anwendungen und unterstreicht die Rolle des Forschungszentrums als Innovationstreiber weit über die Region hinaus.

Treffen der Wirtschaftsförderer im Forschungszentrum Jülich

Nachhaltige Abwärmenutzung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Energieeffizienz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen. In einem abschließenden Vortrag wurde berichtet, wie das FZJ die Abwärme von Rechenzentren intelligent nutzt und wie auch Kommunen davon profitieren könnten.

Die Teilnehmenden konnten vor Ort erleben, wie innovative Konzepte zur Wärmerückgewinnung umgesetzt werden, wie etwa zur Versorgung von Gebäuden oder zur Integration in kommunale Wärmenetze. Diese Ansätze zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in der Kopplung von digitaler Infrastruktur und Energiewende liegt. Gerade für Kommunen ergeben sich hier wichtige Ansatzpunkte, um Rechenzentren nicht nur als Energieverbraucher, sondern auch als Baustein einer nachhaltigen Wärmeversorgung zu betrachten.

Der Besuch im Forschungszentrum Jülich hat gezeigt, wie eng Digitalisierung, Energieversorgung und kommunale Entwicklung miteinander verknüpft sind. Rechenzentren und High Performance Computing bieten große Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung, stellen Kommunen jedoch auch vor neue Herausforderungen. Die gewonnenen Erkenntnisse und der intensive Austausch liefern wichtige Impulse für die weitere Arbeit der Wirtschaftsförderungen im Kreis Düren mit dem Ziel, die Region zukunftsfähig, innovativ und nachhaltig zu gestalten.

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