Viel Zeit genommen
Der Kanzler sprach den zahlreichen Einsatz- und Rettungskräften seinen großen Dank und Respekt aus. Ohne sie sei eine solche Großeinsatzlage nicht zu bewältigen. „Nur dank Ihrer hervorragenden Unterstützung ist es gelungen, das Geschehen in den Griff zu bekommen.“ Man solle sich einmal vorstellen, „wir hätten keine Ehrenamtlichen. Wir wären nicht in der Lage, solchen Brandereignissen zu begegnen, deswegen noch einmal mein herzlicher Dank."
Landrat Dr. Ralf Nolten lobte ebenso nochmals den vorbildlichen Einsatz aller Kräfte und dankte dem Bundeskanzler für die schnelle Unterstützung auf der Bundesebene während des Brandgeschehens. Die Löscharbeiten waren von zahlreichen Hilfsorganisationen begleitet worden. Unter anderem wurden Löschhubschrauber eingesetzt, außerdem Panzer, um Schneisen zu schlagen, damit die Löschfahrzeuge an die Brandherde gelangen konnten.
Kanzler Merz nahm sich viel Zeit, um mit den Hilfskräften zu sprechen. Dabei ging es auch darum, an welchen Stellen in so einem Katastrophenfall noch Veränderungen im Ablauf möglich sind, um noch besser vorbereitet zu sein. „Wir werden uns damit abfinden müssen, dass solche Ereignisse künftig häufiger eintreten“, betonte der Kanzler.
Die Hilfs- und Rettungskräfte, die am heutigen Samstag im Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus zusammenkamen, machten einen durchweg zufriedenen Eindruck. Ihnen wurde eine große Wertschätzung zuteil, die absolut angemessen und verdient ist.
Der Waldbrand im Hürtgenwald gilt als einer der größten in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Rund 300 Hektar Wald standen in Flammen (ca. 420 Fußballfelder). In der Spitze waren rund 1.800 Einsatzkräfte vor Ort. Knapp 2.000 Menschen mussten in der Nacht zum Freitag, 14. August, aus Gey evakuiert werden. Am Samstagabend konnten sie zurück in ihre Häuser.
Während seines Besuches trug sich Kanzler Merz im Beisein von Kreisdirektor Dr. Martin Stiller und Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen auch ins Goldene Buch des Kreises Düren und der Gemeinde Hürtgenwald ein.

