Nachhaltige Unterstützung für verschiedene Projekte
Im Mittelpunkt des Austauschs standen sowohl die bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen als auch aktuelle und zukünftige Vorhaben. Die beiden Dürener Vereine engagieren sich seit vielen Jahren in der Elfenbeinküste mit einer Reihe nachhaltiger Projekte. Dazu gehört ein Ausbildungszentrum für Schreiner und Schreinerinnen, Imker und Imkerinnen sowie Landwirte und Landwirtinnen, ein Ausbildungsbetrieb für Kaninchen- und Hühnerzucht, eine Futterproduktionsstätte sowie aktuell der Aufbau einer kommunalen Geburtshilfestation in Assikoi. Diese Projekte stärken die lokale Ernährungssicherheit, schaffen Ausbildungs- und Einkommensmöglichkeiten und verbessern die medizinische Versorgung vor Ort.
Landrat Dr. Ralf Nolten betonte, wie wichtig es sei, mit Offenheit voneinander zu lernen. Oft seien es gerade kleinere, gut abgestimmte Projekte, die nachhaltige Veränderungen bewirken. Das Engagement einzelner Akteure spiele dabei eine zentrale Rolle.
Botschafter Abdallah Diabaté zeigte sich beeindruckt von den bisherigen Ergebnissen der Partnerschaft. Er bedankte sich für die gute Unterstützung durch die Vereine und den Kreis Düren; sie sei alles andere als selbstverständlich. Seit 30 Jahren lebt der Botschafter in Deutschland, viele Jahre davon in Köln.
Die beim Kreis Düren für das Entwicklungshilfeprojekt zuständige Dezernentin Sybille Haußmann sprach von herausfordernden, aber zugleich sehr spannenden Aufgaben, die die Zusammenarbeit mit sich bringe.
Einen praktischen Einblick gaben Bernd Ohlemeyer, Vorsitzender des Vereins „Ein Dach für Afrika“, und Frank Schmutzler, Kassierer des Vereins „Migranten bauen Brücken“. Bernd Ohlemeyer bildet in seinem Unternehmen in Merzenich junge Menschen aus der Elfenbeinküste im Bereich Elektrotechnik aus. Frank Schmutzler dankte wie Ohlemeyer dem Kreis für die verlässliche Unterstützung und stellte unter anderem den Ausbildungsbetrieb für Kaninchen- und Hühnerzucht näher vor.
Aktuell wird ein Gesundheitsprojekt umgesetzt: In der Kommune Assikoi wird eine Geburtshilfestation, die Schwangeren sicherere und hygienischere Geburten ermöglichen soll, gebaut. Ergänzend dazu werden Mitarbeitende der neuen Einrichtung im kommenden Jahr im St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf hospitieren, um medizinisches Fachwissen auszutauschen und die Versorgung in Assikoi weiter zu verbessern.
Begleitet wurde Botschafter Abdallah Azize Diabaté von Carlos Ayé, der seit vielen Jahren in Düren lebt und aus der Region La Mé kommt. Er ist Vorsitzender von „Migranten bauen Brücken“ und unterstützt die Entwicklungszusammenarbeit zwischen den Vereinen, dem Kreis und der Elfenbeinküste seit langem engagiert.

