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Kreis Düren

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Wissen, was im Ernstfall zu tun ist

Karlheinz Eismar ist beim Kreis Düren für den Bevölkerungsschutz zuständig. Im Interview gibt er einen Einblick.

Wie können wir uns selbst schützen?

Was kommt in Zukunft auf uns zu? Welche Krisen müssen bewältigt werden? Und wie können wir
uns schützen? Mit diesen Fragen - und natürlich mit den Antworten - beschäftigt sich der Bevölkerungsschutz des Kreises Düren. Karlheinz Eismar ist Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz und somit verantwortlich für die gute Vorbereitung, um die Sicherheit der Menschen im Kreis Düren zu gewährleisten. Im Gespräch mit der Kreis-Rund-Redaktion erklärt er,
worauf es ankommt.

Herr Eismar, welche Rolle hat der Kreis Düren beim Bevölkerungsschutz?
Wir sind bei Katastrophen im Einsatz, also wenn kommunenübergreifende Großereignisse eintreten wie Fluten, Stromausfälle oder Brände. Zudem spielen Vorsorge und Aufklärung eine wichtige Rolle, damit die Menschen gut vorbereitet sind und wissen, was im Ernstfall zu tun ist.

Wie kann man sich denn gut auf den Ernstfall vorbereiten?
Vorsorge ist entscheidend, damit es gar nicht erst zu einem Notfall kommt. Rauchmelder sind Lebensretter. Gleichzeitig sollte die eigene Selbsthilfefähigkeit gestärkt werden. Dazu gehört, ausreichend Wasser und Vorräte für mindestens 14 Tage zu Hause zu haben - ebenso wie ein stromunabhängiges Radio, Batterien und Kerzen. Hilfreiche Tipps bietet der Selbstschutz-
Guide des Ministeriums des Inneren NRW.

Wie bereitet sich der Kreis Düren auf Ernstfälle vor?
Der Bevölkerungsschutz arbeitet zentral am Campus in Kreuzau-Stockheim. Hier ist auch die Leistelle ansässig, die die Notrufe annimmt und die Rettungsdienste alarmiert. Wir haben
sehr gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit viel Kompetenz und Motivation arbeiten. Am Feuerschutztechnischen Zentrum, ebenfalls in Stockheim, stehen Fahrzeuge, technische Geräte und Ausrüstungen, die in Notfällen ausgefahren werden. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit sind auch die Schutzpläne, Konzepte und Übungen für und von verschiedenen Szenarien. Eine andere sehr, sehr wichtige Stütze sind die Ehrenamtlichen in der Feuerwehr und in den Hilfsorganisationen, ohne die im Kreis Düren gar nichts gehen würde. Wir arbeiten eng zusammen.

Wo sehen Sie die Herausforderungen?
Ein entscheidender Faktor ist das erwähnte Ehrenamt. Ob in den Freiwilligen Feuerwehren oder bei den Hilfsorganisationen - wir sind auf engagierte und motivierte Menschen angewiesen. Unsere Gesellschaft lebt vom Zusammenhalt und davon, dass Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Im Kreis Düren erleben wir ein starkes, verlässliches und kompetentes Ehrenamt.
Dafür gilt allen Beteiligten unser großer Dank.

Was sind die Vorteile vom ehrenamtlichen Engagement im Rettungsbereich?
Ich persönlich liebe die Arbeit und konnte mein Hobby zum Beruf machen. Es füllt mich aus und mich macht es glücklich, wenn es anderen Menschen gut geht. Man lernt, in Extremsituationen
Ruhe zu bewahren und zu handeln. Das ist auch in anderen Lebensbereichen wichtig.

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