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Kreis Düren

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Drohnentechnik: digital, schnell, präzise

Kreis Düren übernimmt Vorreiterrolle in Nordrhein-Westfalen und setzt neue Maßstäbe. Fernpiloten im Einsatz.

Dieses leise konstante Summen am Himmel, das weder von einem Vogel noch von einem Insekt hervorgerufen wird, hatte vermutlich jeder schon einmal im Ohr. Wenn sich eine Drohne nähert, dann nimmt man das wahr, denn durch das rasante drehen ihrer Flügelchen macht sie auf sich aufmerksam und ist dabei ein wahrer Held am Himmel.

Der Kreis Düren setzt längst auf diese Technik. Denn die Drohne hat sich zu einem überaus wichtigen Mitarbeiter entwickelt. Vor allem im Amt für Geoinformationen und Liegenschaftskataster kommt sie regelmäßig zum Einsatz. Ihre Hauptaufgabe: die Aktualisierung von Karten. Wichtig und vor allem für Verkehrsteilnehmer unumgänglich.

Unendlich viele Informationen

Ein Beispiel aus der Praxis: Als die B56n fertiggestellt wurde, flog einer der vier speziell ausgebildeten Fernpiloten des Kreises Düren umgehend mit einer der drei dem Amt für Geoinformationen zugehörigen Drohnen über die neu gebaute Straße. Wenig später wurden die Daten digitalisiert und schon stand das neue Kartenmaterial jedermann zur Verfügung. „Damit waren wir damals schneller als Google Maps”, sagt Stefan Schmidt, Leiter des Amtes. Für ihn ein enormer Erfolg, von dem auch die Bürgerinnen und Bürger im Kreis profitieren. Denn: „Die digitalen Daten, die wir online einspeisen, werden auch von Navis genutzt und kommen somit den Verkehrsteilnehmern zugute”, so Schmidt weiter.

Das gesammelte Kartenmaterial inklusive vieler nützlicher Hinweise auf Standorte von Defibrillatoren, Apotheken, Ärzten, Schulen und vielem mehr findet man auf gis.kreis-dueren.de/inkasportal/. „Das Portal bietet den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Düren unendlich viele Informationen”, sagt Schmidt. Ein Blick darauf lohnt sich.

Abgesehen davon, dass die Daten stets aktuell sind, wird insgesamt durch den Einsatz der hochmodernen Drohnen eine Menge Zeit gespart. „Früher wurden Straßenverläufe händisch Punkt für Punkt abgegangen zum Vermessen”, sagt Schmidt. „Heute fliegen wir Straßen innerhalb kürzester Zeit ab und vermessen sie mit einer Genauigkeit von unter zwei Zentimetern”, sagt der verantwortliche Sachgebietsleiter und Drohnenpilot, Ken Fassbender.

Mit diesen hochmodernen Drohnen gehört der Kreis Düren zu den Vorreitern in Nordrhein-Westfalen. Das Amt für Geoinformationen und Liegenschaftskataster hat jüngst von der Bezirksregierung Düsseldorf eine Betriebsgenehmigung für unbemannte Fluggeräten, den Drohnen, erhalten.

Fernpilot Ken Fassbender (l.) und Stefan Schmidt, Leiter des Amtes für Geoinformationen und Liegenschaftskataster.

Die Genehmigung erweitert das bisherige Einsatzspektrum erheblich: Nun dürfen Drohnen auch über bebauten Gebieten eingesetzt werden, sofern der Überflug zur Erfüllung der Aufgabe erforderlich ist. Für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises bedeutet das jedoch keine Einschränkung oder Belastung – im Gegenteil: „Die Technik wird ausschließlich zum Nutzen der Allgemeinheit eingesetzt, sicher und verantwortungsvoll”, sagt Stefan Schmidt.

Der Betrieb erfolgt ausschließlich durch die von der Bezirksregierung bestätigten Fernpiloten des Amtes. „Dabei werden selbstverständlich alle datenschutzrechtlichen und sicherheitsrelevanten Vorgaben eingehalten”, so Ken Fassbender. Das macht er zum Beispiel dann, wenn er mit einer der Drohnen über die Rur oder den RurUfer-Radweg fliegt. „Wir fliegen turnungsgemäß einmal jährlich über die Rur und den RurUfer-Radweg. Aber auch immer dann, wenn die Rur Hochwasser hat. So können wir schnell feststellen, wo die Rur am Radweg knabbert und wo er ausgebessert werden muss”, sagt Fassbender.

Auch bei der Flutkatastophe im Jahr 2021 kam die Drohnentechnik zum Einsatz. „Wir haben viele Aufnahmen gemacht und Daten gesammelt. Diese Daten haben wir an die entsprechenden Fachleute weitergeleitet, darunter der Krisenstab des Kreises Düren, einige unserer Ämter, aber auch an das Land und Kommunen des Kreises Düren”, so Schmidt. Schnell war daher zu erkennen, dass sich das Wasser damals seinen Weg in den Tagebau Inden gesucht hatte.

Die Drohnen können auch dabei helfen, Tierseuchen einzudämmen. Schnell können damit verendete Tiere gefunden und der Radius eingekreist werden. „Für solche Szenarien gab es bereits eine Übung”, sagt Schmidt. Für den Ernstfall sind die Fernpiloten des Kreises Düren jedenfalls vorbereitet.

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