Gänsehaut und guter Gesprächsstoff
.Seit nunmehr 13 Jahren verwandelt sich das Burgenmuseum Nideggen an jedem dritten Freitag im Oktober in den wohl stimmungsvollsten Tatort der Region. Auch in diesem Jahr besuchte das treue Stammpublikum die Veranstaltung, um einen Abend voller Hochspannung, regionaler Verbundenheit und bester Unterhaltung zu erleben. Unterstützt durch den Förderverein Burgenmuseum Nideggen e.V. und den Energieversorger Westenergie bot die Veranstaltung von der ersten Sekunde an eine ganz besondere Atmosphäre.
Museumsleiterin Luzia Schlösser und der Vorsitzende des Fördervereins, Wolf Dieter Kess, begrüßten in diesem Jahr ein literarisches Trio, das eines gemeinsam hat: die tiefe Verwurzelung in der Heimat. Alle Autoren stammen direkt aus der Region und brachten Geschichten mit, die den Zuhörerinnen und Zuhörern wohlige Schauer über den Rücken jagten.
Die promovierte und pensionierte Schulleiterin Gabriele Goslich aus Düren entführte das Publikum mit „Der Dämon von Köln“ in die Vergangenheit. In diesem packenden Kriminalroman schickte sie ihren Kommissar Martin Ehrmanns in seinen zweiten, hochexplosiven Fall. Ute Mainz, seit über 60 Jahren in der Nordeifel zu Hause, bewies eindrucksvoll, wie intensiv sie Land und Leute kennt. Aus der gemeinsam mit EifelDrei.TV entwickelten Krimi-Reihe „Sterling“ präsentierte sie den Band „Sterling Rurwasser“ und spiegelte darin perfekt den manchmal rauen, aber ungemein liebenswerten Charme ihrer Heimat wider. Der Nörvenicher Autor Herbert Pelzer, der bis 2020 in der Film- und Fernsehausstattung tätig war, fesselte das Publikum mit Auszügen aus seinem neuesten Roman „Nacht über Düren“. Seine Geschichten, oft angesiedelt in der Voreifel der Nachkriegszeit, überzeugten durch tiefgründige Recherche und atmosphärische Dichte. Die Besucherinnen und Besucher haben sich im Anschluss mit den Vorlesenden bei Essen und Getränken ausgetauscht. Für den perfekten Kontrast zur mörderischen Spannung sorgte die Band E‘Lite aus Heimbach.

