Moderne Technologie für unsere Umwelt
Der Kreis Düren setzt seit langem auf Wasserstoff.
Der Wasserstoff-Ausbau im Kreis spielt im Strukturwandel mit Blick auf den Klimaschutz und neue Arbeitsplätze eine große Rolle. Seit Jahren setzt der Kreis auf das Zukunftsthema Wasserstoff und damit auf eine innovative, nachhaltige Entwicklung. Mit dem Strukturwandel entstehen nachhaltige Chancen. Historisch betrachtet war der Kreis Düren von traditionellen Industrien, wie der Papier-, Textil- und Bergbauindustrie geprägt - die Zukunft wird jetzt mit Wasserstoff gestaltet.
Künftige Wasserstoff-Realisierungen
Ab 2026 soll im Kreis Düren, am Jülicher Brainergy Park, grüner Wasserstoff aus Sonnenenergie produziert werden. Hier soll auch eine Tankstelle für alle Fahrzeugklassen entstehen.
Bisher erreichte Meilensteine
Seit 2017 beschäftigt sich der Kreis Düren intensiv mit dem Thema Wasserstoff. Im Jahr 2018 wurde eine Arbeitsgruppe Wasserstoff initialisiert und 2020 startete die Wasserstoff-Offensive des Kreises Düren. Im Februar 2020 ist zum ersten Mal ein Wasserstoff-Zug durch das Kreisgebiet gefahren. "Sie sind alle Pioniere", rief Landrat Wolfgang Spelthahn den rund 100 Gästen auf der Fahrt von Düren nach Jülich zu. Coradia iLint: So hieß der Zug, den das international agierende Unternehmen Alstom dem Kreis Düren zu Testzwecken für zwei Tage zur Verfügung gestellt hat. Ministerpräsident Hendrik Wüst, damals noch NRW-Verkehrsminister, war ebenfalls begeistert von dem leiseren und umweltfreundlichen Zug. Seit 2020 wird der Fokus mit der Wasserstoff-Offensive des Kreises Düren geschärft. Im März 2020 wurden die beiden ersten Wasserstoff-Autos in den Fuhrpark des Kreises aufgenommen, mittlerweile sind es insgesamt drei (zwei Toyota Mirai der zweiten Generation; ein Hyundai Nexo).
Eine wissenschaftliche Wasserstoff-Studie wurde im Jahr 2021 aufgestellt und präsentiert. "Damit werden die Potenziale deutlich, die in der Wasserstoffstrategie für den Kreis Düren stecken", betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Studie beschäftigte sich besonders mit den Bereichen Verkehr, Gebäude und Industrie. Die Studie zeigte: Die Wasserstoff-Offensive des Kreises Düren sorgt für nachhaltiges Wachstum. Außerdem fand im Oktober 2021 die erste Wasserstoff-Messe des Kreises Düren statt. "Hier erhalten Bürgerinnen und Bürger einen intensiven Einblick in das teils komplizierte Thema Wasserstoff. Sie erfahren mehr über die Nutzung, Produktion, Anwendungsmöglichkeiten, Mobilität, Forschung und Prozesse", erklärt Landrat Wolfgang Spelthahn.
Im Jahr 2022 wurde die HyDN GmbH gegründet und seitdem ist der Kreis Düren ebenfalls Teil der HyExperts Region. Der Regionenverbund AachenPLUS setzt sich aus der Stadt Aachen, der Städteregion Aachen, den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg, sowie der Kolpingstadt Kerpen zusammen. Es wurde die gemeinsame Initiative "HYDROGEN HUB Aachen" ins Leben gerufen, um eine erfolgreiche Positionierung als Wasserstoff-Modellregion zu schaffen. Außerdem präsentierte Landrat Wolfgang Spelthahn im Mai 2022 die ersten fünf mit Wasserstoff betriebenen Busse der Rurtalbus GmbH, die seitdem im normalen Linienverkehr im Kreisgebiet eingesetzt werden.
2022 hat der Kreis Düren ebenfalls Zuwendungsbescheide für die PEM-Elekrolyse, "Netz Düren" und eine Zugtankstelle erhalten. Darüber hinaus fand im September 2022 die zweite Wasserstoff-Messe und die erste Verleihung des Wasserstoff-Preises "Hygo" statt. Seit November 2022 nutzt die Rettungsdienst Kreis Düren AöR (Anstalt des öffentlichen Rechts) einen Wasserstoff-Kommandowagen (Hyundai Nexo BlueDrive). Im Dezember 2022 wurde auf der Merscher Höhe nahe des Brainergy Parks in Jülich ein großer Solarpark eröffnet: über 18.000 Solarmodule, 11 Hektar Größe, 2500 Haushalte können mit Strom versorgt werden. Mit dem hier erzeugten Strom wird die Grundlage für die Herstellung von grünem Wasserstoff gebildet.
Im April 2023 haben Landrat Wolfgang Spelthahn und Franz Baus, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens, einen "Letter of Intent", also eine Absichtserklärung, für die Fertigung eines mit Wasserstoff betriebenen Rettungswagens im Rettungsdienst des Kreises Düren unterzeichnet. Damit sollen ganz neue Wege bestritten werden. Während zum Fuhrpark des Rettungsdienstes des Kreises Düren schon jetzt ein kleines Wasserstoff-Fahrzeug gehört, steht nun ein Wasserstoff-Rettungswagen im Fokus – ein landesweit außergewöhnliches Pilotprojekt.
"Ein Wasserstoff-Rettungswagen sendet genau das richtige, sichtbare Signal an die Öffentlichkeit. Wenn wir einen mit Wasserstoff betriebenen Rettungswagen auf die Straßen des Kreisgebietes bringen, dann sehen die Menschen, dass diese Antriebsform in der alltäglichen Praxis funktioniert", schildert Landrat Wolfgang Spelthahn. Schwere Nutzfahrzeuge eignen sich besonders gut für die Nutzung von Wasserstoff. Standzeiten und Reichweiten stellen keine Probleme dar und das schnelle Tanken spricht sowieso für sich. Die Fertigstellung des H2-Rettungswagens soll möglichst schnell erfolgen.
Der Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing, hat im Mai 2023 in Düren Förderurkunden über 81,6 Millionen Euro für die Finanzierung von Brennstoffzellentriebzügen, einer Wasserstofftankstelle und eines Elektrolyseurs zur Herstellung von grünem Wasserstoff sowie für weitere Infrastruktur übergeben. Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: "Unser Ziel ist es, im Verkehrssektor die Dynamik in Richtung Klimaneutralität weiter zu beschleunigen. Mit unserer Förderung unterstützen wir den Markthochlauf innovativer Antriebstechnologien. Wir fördern technologieneutral, weil wir überzeugt sind, dass wir uns alle Möglichkeiten offenhalten müssen, um unsere Klimaziele zu erreichen." Nach der Übergabe unternahm der Minister eine Testfahrt mit einem Brennstoffzellentriebzug auf der Strecke der Eifel-Bördebahn (RB 28) von Düren nach Euskirchen.
Zudem wurde im Juni 2023 die erste Wasserstoff-Tankstelle im Kreis Düren in den Normalbetrieb überführt. Sie befindet sich an der Autobahn A4 im Gewerbegebiet "Im Großen Tal" in Düren und ist eine der größten in Deutschland. Hier können Autos, Busse und Lkw H2 tanken. "Ich fahre auch dienstlich ein Wasserstoff-Auto und bin da äußerst zufrieden mit. Wir tanken in vier Minuten, fahren damit 630 Kilometer", so Landrat Wolfgang Spelthahn. Pluspunkt: Das Tanken von Wasserstoff geht deutlich schneller als das Aufladen einer Batterie. Demnächst werden noch weitere vier Tankstellen, verteilt auf das gesamte Kreisgebiet, hinzukommen.
Wasserstoff erleben, Wasserstoff verstehen: Landrat Wolfgang Spelthahn zeigte sich im August 2023 zum Start der dritten Wasserstoff-Messe des Kreises Düren erfreut über die Entwicklungen in der Region. Aussteller aus den Bereichen Wasserstofferzeugung, -anwendung und -transport waren ebenso vertreten wie Forschungseinrichtungen. Präsentiert wurden unter anderem Busse, Autos, LKW, leichte Nutzfahrzeuge und Fahrräder, die mit Wasserstoff betrieben werden. Vor allem bot die Messe die Möglichkeit des Austausches und der Information.
Gleichzeitig hat der Kreis Düren zum zweiten Mal den Wasserstoff-Preis "Hygo" vergeben. Es wurden herausragende Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise um das Thema Wasserstoff (H2) verdient gemacht haben. Verliehen wurde der "Hygo" in den drei Kategorien "Young Researchers", "Start Up Innovation" und "Hydrogen Champion".
Im Oktober 2023 wurde die neue, interaktive und kostenlose Wasserstoff-Ausstellung im Forum "Seen und Entdecken" in Düren eröffnet. Bei der neuen interaktiven Dauerausstellung nimmt der Kreis Düren die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Welt des Wasserstoffs (H2). Verständlich, abwechslungsreich und vor allem aus lokaler Sicht wird dieses für den Kreis Düren wichtige Zukunftsthema erklärt. Auf 100 Quadratmetern spannen sechs Stationen den Bogen von der Entstehung des H2 bis zur Anwendung. Die Ausstellung richtet sich an Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren. Vor allem Schulklassen können hier über dieses kleine, aber starke Element abseits des Unterrichts in der Schule viel lernen. Elemente können bewegt, verschoben und ausprobiert werden – Wasserstoff (fast) zum Anfassen. Digitale sowie auditive Elemente ergänzen die Wasserstoff-Ausstellung.
Das eigens gestaltete Maskottchen "Hazwo" führt die jüngeren Besucher altersgerecht durch die Informationswelt, erklärt die Zusammenhänge kindgerecht und begleitet sie durch die Ausstellung. Geöffnet ist die eintrittsfreie Ausstellung analog zu den Öffnungszeiten des Forums "Seen und Entdecken". Es ist montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr sowie nach Vereinbarung offen und befindet sich in der Moltkestraße 39 in Düren im Bismarck-Quartier. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, bei Gruppen aber empfohlen.
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