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Kreis Düren

Rur: Ein Multitalent, das viele erfreut

Seit alters her siedelten Menschen an der Rur. Im Kreis Düren ist sie das blaue Band, das ihn komplett von Süden nach Norden durchfließt und die Eifel und Jülicher Börde verbindet. Die Rur ist eine Lebensader, ein Multitalent, das viele erfreut.

Folgen wir der Rur auf ihrer Reise durch den Kreis

Von der Quelle der Rur im Hohen Venn bis zu ihrer Mündung in die Maas bei Roermond legt unser Fluss rund 165 Kilometer zurück. Das längste Teilstück ist das im Kreis Düren: Rund 72 Kilometer fließt die Rur von der ersten Kreisgrenze (zur Städteregion Aachen) bei Schmidt bis zur zweiten hinter Linnich, wo sie in den Kreis Heinsberg entschwindet.

Folgen wir der Rur auf ihrer Reise durch den Kreis Düren. Von der Halbinsel Eschauel aus (Stadt Nideggen), die weit in die Rurtalsperre Schwammenauel ragt, genießen Kanuten und Schwimmer das Rurwasser. Wenig später lässt die Rur im wunderschönen Jugendstilkraftwerk Heimbach ihre Muskeln spielen, erzeugt im freien Fall klimaneutral elektrischen Strom. Der Wasserabfluss aus der Talsperre wird gezielt dosiert. So wappnet man sich flussabwärts gegen Überschwemmungen oder Trockenfallen.

Ab der Nationalpark-Hauptstadt Heimbach begleitet die Rur Reisende entlang der markanten Buntsandsteinfelsen, in denen auch Uhus brüten. Im Tal lagern Camper an ihrem Ufer, Angler hoffen auf Petri Heil, Kajakfahrer genießen ihre beständige Strömung, während Radfahrer und Wanderer sie als treuen Weggefährten an ihrer Seite schätzen. Touristen kommen teils von weither, um die schöne Rureifel zu genießen. Der Ferienpark Resort Eifeler Tor ist mit rund 170 Quartieren die wohl größte Anlage in der beliebten Tourismusregion. Burgen bezeugen, dass die Rurufer seit jeher als Lebensraum geschätzt wurde. Und Schutzgebiete, dass bedrohte Flora und Fauna hier dauerhaft erhalten bleiben sollen. 

Ein hervorragender Ort zum Arbeiten, Leben und Erholen

In Zerkall mündet der Nebenfluss Kall in die Rur und kräftigt sie. Gut, denn schon am Stausee Obermaubach muss sie wieder arbeiten, Strom erzeugen. Bei Kreuzau schaut die Rur erstmals in Fabriken hinein. Künstliche Bäche, Mühlenteiche genannt, zweigen seit Jahrhunderten Rurwasser ab, um Maschinen anzutreiben. Heute wird es in den Werken meist als Produktions-, Kühl- oder Löschwasser genutzt. Die Rur hat Menschen Arbeit und Brot gegeben, Fabrikanten wohlhabend gemacht, so dass Düren einst als Stadt der Millionäre galt.

Von der Kreisstadt Düren fließt die Rur in die ebene Jülicher Bördelandschaft. Hier wurde der Fluss an einigen Stellen renaturiert. Altarme dienen dort wieder als Rückhalteräume, um Hochwasser zu verhindern oder abzumildern. Ohne die Rur gäbe es im Jülicher Land keine Biber und Eisvögel, in Altenburg liefert sie einer großen Baumschule Wasser und die Textil- und Zuckerindustrie gäbe es hier ebenfalls nicht. Wie gesagt: Ohne die Rur wäre unsere Heimat nicht das, was sie heute ist: Ein hervorragender Ort zum Arbeiten, Leben und Erholen. 

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Bildnachweise

  • Dennis Stratmann/Grünmetropole e.V.

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