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Kreis Düren

Aus unserer Reihe zum Thema Tierschutz: Lamas und Alpakas – das richtige Handling

Lamas und Alpakas fühlen sich auch in unseren Breitengraden wohl und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ein paar Tipps zur Haltung.

Tiere, die Ruhe ausstrahlen

Erste Lektion für Mensch und Tier ist die Halfterführigkeit. Ein Alpaka oder Lama, das gelernt hat, am Halfter geführt zu werden, lässt sich leichter impfen, tierärztlich untersuchen und lässt auch schwierige Zahn- und Zehenbehandlungen leichter zu. Die von Natur aus ruhigen Tiere sind stressempfindlich und legen sich in ungewohnten Situation einfach blitzartig auf den Boden. Genauso unerwartet können sie auch wieder aufstehen. Als typisches Stressanzeichen läuft ihnen dann grünlicher Speichel aus der Unterlippe.

Wichtig ist die Verwendung eines für diese Tiere geeignetes Halfters. Aufgrund der anatomischen Unterschiede zu Kuh und Pferd benötigen Alpakas und Lamas spezielle Halfter, die dem kurzen knöchernen Nasenrücken angepasst sind und nicht die Nasenatmung der Tiere erschweren oder sogar verhindern.

Alleine fühlen sie sich unsicher

Alleine fühlt sich ein Alpaka oder Lama unsicher. Da es Herdentiere sind, sollten sie daher auch mindestens zu zweit gehalten werden. Auch beim Transport oder Untersuchungen sollte ein zweites Tier zur Beruhigung immer anwesend sein.

Dauerhaft sollten Stuten und Hengste nicht zusammenleben. Es empfehlen sich gemischte Stuten/Wallachgruppen. Erwachsene Hengste sollten einzeln, aber mit Sichtkontakt zu Artgenossen gehalten werden. Sie zeigen ab Beginn der Fortpflanzungsfähigkeit ein starkes territoriales Verhalten.

Alpakas eigenen sich sehr gut für die tiergestützte Therapie. Allerdings benötigen sie hierfür eine Ausbildung. Sie lernen die Halfterführigkeit, das „Anfassen lassen“, das Tragen eines Sattels, die Gewöhnung an Hunde und an unterschiedliche Geräuschquellen.

Ein artgerecht gehaltenes Alpaka oder Lama strahlt seine Ruhe auf den Besitzer aus und lässt ihn die Hektik des Alltags vergessen.

Bei Anregungen und Fragen wenden Sie sich gerne per E-Mail an: tierschutzkreis-duerende.

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Bildnachweise

  • ©Steve Alejandro - stock.adobe.com

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